Schönberger fordert dauerhaften Bundesfonds für Kultur im ländlichen Raum
Anlässlich des diesjährigen Open Air Steinberg im Landkreis Dingolfing-Landau trafen sich die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger und der Kreisrat Tom Maier (beide Grüne) mit dem ehrenamtlichen Vorstand des Festivals, um über die Herausforderungen der kulturellen Infrastruktur in ländlichen Regionen zu sprechen.
Marlene Schönberger, grüne Obfrau des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, erklärt: „Festivals wie das in Steinberg sind essenziell, um Live- und Popkultur in ländliche Räume zu bringen. Ich bin zutiefst beeindruckt davon, was der Vorstand und über 100 Ehrenamtliche hier leisten. Wir müssen aber sicherstellen, dass solche Angebote nicht nur durch heroische Einzelleistungen überleben, sondern durch strukturelle Rahmenbedingungen gestützt werden.“
Besonders kritisch sieht Schönberger die aktuellen Pläne für den Festivalförderfonds. Im Haushaltsentwurf des Bundes für 2027 soll der Fonds von bisher 4 Millionen Euro auf 2 Millionen Euro halbiert werden. „Diese Kürzung um 50 Prozent ist ein fatales Signal an die Kulturszene, insbesondere an die kleinen und mittleren Festivals in den Regionen“, so Schönberger.
Die Grüne Bundestagsfraktion hat deshalb kürzlich im Ausschuss einen Antrag eingebracht, den Festivalförderfonds ab dem Haushaltsjahr 2027 als dauerhaftes Förderinstrument des Bundes zu verstetigen und dafür jährlich 4 Millionen Euro bereitzustellen. „Gerade für ehrenamtlich getragene Festivals ist Planungssicherheit entscheidend. Wer kulturelle Angebote im ländlichen Raum erhalten will, muss ihnen auch eine verlässliche Förderperspektive geben“, erklärt Schönberger.
Der Vorsitzende des Festivals, Mike Nußbaumer, betonte die Bedeutung solcher kulturellen Leuchttürme für die Region: „Das Open Air Steinberg ist weit mehr als nur Musik – es ist ein Ort der Begegnung. Aus der ganzen Region kommen Menschen jeden Alters zu uns. Wir sind ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Menschen mit Leidenschaft und Engagement zusammenarbeiten.“
Thomas Maier, Kreisrat und zudem ehrenamtlicher Unterstützer des Festivals, ergänzte: „Gerade im ländlichen Raum sind solche Veranstaltungen wichtige Treffpunkte. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Gemeinschaft und machen unsere Region lebenswert. Kulturförderung darf nicht nur dort ankommen, wo große Institutionen bereits über stabile Strukturen verfügen. Gerade kleine und mittlere Festivals leisten mit viel Ehrenamt einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Teilhabe. Der Bund sollte dieses Engagement nicht durch kurzfristige Förderprogramme erschweren, sondern langfristig absichern.“